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Interessengemeinschaft der Jakobschafzüchter

 

 

 

Die Interessengemeinschaft der Jakobschafzüchter

 

 

Die Interessengemeinschaft der Jakobschafzüchter in Deutschland ist kein Verein, sondern eine Runde gleichgesinnter Freunde des Jakobschafes. Es gibt keine Satzung oder festgeschriebene Regeln, keinen gewählten Vorstand und auch keinen regelmäßig fälligen Beitrag.

 Es gibt also keine formale Aufnahme. Wer Interesse hat, teilt dies mit oder wird durch einen Hinweis in die Adressenliste aufgenommen. Sollte nach zwei bis drei Jahren keine Reaktion erfolgt sein, erfolgt mit einem der folgenden Rundschreiben der Hinweis, dass die Adresse gestrichen wird.

 Da wir keinen Beitrag erheben, finanzieren wir die Portokosten aus Umlagen, die bei unseren Treffen gesammelt werden oder die per Post übersandt werden. 5 Euro oder der gleiche Betrag in Briefmarken reichen in der Regel für zwei bis drei Jahre. Hinzu kommen jetzt noch die Kosten für die Internetseite.

 Die Interessengemeinschaft trifft sich in der Regel einmal jährlich. Dabei hat es sich in den letzten Jahren so eingespielt, dass wir uns alle zwei Jahre im Oktober in Leipzig-Markkleeberg zur Messe „Jagd und Angeln“ treffen, da dort zeitgleich der sächsische Schaf- und Ziegenzuchtverband u. a. die Herdbuchaufnahme und Körung für die Jakobschafe seiner Mitglieder durchführt. In dem jeweils anderen Jahr findet das Treffen bei Züchtern statt, meist von Samstag auf Sonntag. Dies bietet Gelegenheit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch sowie die Schafe anderer Züchter kennenzulernen.

 Ein- bis zweimal im Jahr wird ein Rundschreiben verschickt, in dem über vergangene oder anstehende Treffen berichtet wird und über sonstige aktuelle Themen informiert wird.

 Das erste Treffen mit fünf Züchtern fand 1996 statt. 2006 organisierte die Interessengemeinschaft eine Lehrfahrt nach England, wo neben verschiedenen Züchtern auch die National Show and Sale der Jacob Sheep Society in Worcester besucht wurde und ein Gespräch mit Vertretern der JSS geführt wurde. 2009 fand in Leipzig-Markkleeberg die erste Bundesschau der Jakobschafe mit elf Züchtern statt. Ein großer Erfolg dann die zweite Bundesschau 2014 im Saarland, die mit über 50 Tieren hervorragend besetzt war. 

 

 

Es gibt einige Gründe, Jakobschafe zu züchten, sie sind in vielerlei Hinsicht die idealen Schafe. Sie eigenen sich für kleine und große Zuchten und haben viele interessante und gute Eigenschaften. 

Jakobschafe sehen schön und gleichzeitig außergewöhnlich aus. Sowohl weibliche als auch männliche Tiere sind behornt, wobei die imposanten Hörner der Böcke besonders beeindruckend sind. Es gibt bei beiden Geschlechtern Tiere mit zwei, vier oder selten auch sechs Hörnern, bei Böcken können sie ohne weiteres ca.  einen Meter lang sein, die der weiblichen Tiere werden meist nicht länger als 40cm. Die Rasse hat durch ihr Aussehen einen hohen Wiedererkennungswert. Jakobschafe eignen sich ideal für die Koppelschafhaltung auch in kleineren Gruppen. Sie sind intelligent und werden leicht zahm.

Sie können gut z.B. für die Beweidung von Streuobstwiesen eingesetzt werden, dort fühlen sie sich wohl. Ältere Bäume werden von ihnen kaum zwar verbissen, trotzdem sollte insbesondere junge Bäume einen Schutz erhalten. Jakobschafe sind fruchtbar. Zwillinge sind die Regel, häufig werden auch Drillinge geboren. Der Durchschnitt liegt bei 1,9 Lämmern pro Schaf. Bei späterer Lammung können durchaus höhere Zahlen erreicht werden. Sie lammen meist ohne Probleme ab, nur selten benötigen sie Geburtshilfe. Sie zeigen gute Mutterqualitäten, im allgemeinen werden Zwillinge und auch Drillinge problemlos selbstständig aufgezogen.

Jakobschafe sind widerstandsfähig, robust und langlebig, stellen keine großen Ansprüche an die Fütterung. Sie haben weniger Klauenprobleme als viele andere Schafrassen, kommen mit geringe Winterschutz auch ohne Stall zurecht kommen. Das alles führt dazu, dass Mutterschafe lange für die Zucht genutzt werden können. Die Nutzungsdauer beträgt normalerweise ca. 7-8Jahre. Jakobschafe haben tolle Wolle. Die Wolle der Jakobschafe ist sehr interessant. Sie verfügt über einen wunderbaren Glanz und eine gute Elastizität. Sie wirkt voll und weich, mit einer typischen Feinheit von ca. 30-33 Micron mit wenigen bis keinen Grannenhaaren. Ein Vlies dieser Schafe wiegt im allgemeinen zwischen 1,5 und 2,5kg, die Stapellänge liegt bei 7,5 bis 18cm.

Die Flecken der Schafe können verschiedene Tönungen haben, von hellem Braun über Braungrau, Lilac bis hin zu einem ganz dunklen Braun. Kein Schaf ist gefleckt wie das andere, also variieren auch die Weiß-und Braunanteile in der Wolle. Die Jakobschaf-Wolle ist bei Handspinnern, Filzern und Webern aufgrund ihrer guten Eigenschaften sehr beliebt. Wegen der vielen Farbtöne und der verschiedenen Farbanteile ergeben sich bei der Verarbeitung einzigartige Produkte. 

Jakobschafe haben wohlschmeckendes, mildes und zartes Fleisch. Dadurch ist es besonders gut geeignet für die Direktvermarktung. Kunden, die einmal das Fleisch der Jakobschafe gekostet haben, kommen immer wieder. Die Hörner eignen sich auch für eine Weiterverarbeitung z.B. für Knöpfe, Messergriffe oder sog. Krampusmasken.  Das Fell der Jakobschafe ist weich, die Färbung ebenso individuell wie die Schafe. Jakobschafe sind also in vielerlei Hinsicht äußerst interessant. Viele Gründe also, sie zu züchten!